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Leitbild und Konzept
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Der kleine Unterschied - oder:
unser Alphabetisierungskonzept
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Grundprämisse des Arbeitskreises ist,
dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist und jeder lernen kann, er muss
nur die Bedingungen unter denen er am besten lernt erkennen und sein
individuelles Lerntempo berücksichtigen.
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Die
bildungspolitische Arbeit des AOB hat zum Ziel, Menschen Hilfe zur
Persönlichkeitsentwicklung und Emanzipation zum
mündigen Bürger zu geben der selbstständig
lebensrelevante Entscheidungen trifft und sich aus
Abhängigkeiten von anderen befreit.
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Den
vielfältigen Problemen von Menschen mit Lese-/Schreibdefiziten
versuchen wir von Anfang an mit dem Angebot Kursteilnahme und Beratung
zu begegnen.
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Neben
der Erstberatung gibt es die Lernberatung im Kurs, die
Möglichkeit der kursbegleitenden Lernberatung, der
Familienberatung, der Paarberatung und der Psychotherapie. Die
angewandten Methoden kommen hier aus der systemischen Familientherapie,
der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der
individualpsychologischen Beratung.
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Unsere
Zielgruppe besteht aus sehr unterschiedlichen Personen. Die Spanne
reicht von Schriftsprachunkundigen (2 – 3 Buchstaben werden
erkannt) über Personen mit gravierenden schriftsprachlichen
Unkenntnissen und massiven Leseproblemen bis hin zu Personen mit
geringen Lese- und/oder Schreibfehlern aber hohem Leidensdruck und
starkem Erleben von Abhängigkeiten.
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Trotz
höchst unterschiedlicher Erfahrungen und unterschiedlichem
sozialen Umfeld verbindet alle die Erfahrung, nicht ausreichend lesen
und schreiben gelernt zu haben.
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Die
Vielfältigkeit unserer Lernangebote auf dem
pädagogischen und psychologischen Sektor ist auf die
Vielfältigkeit der Unterschiede in den schriftsprachlichen und
psychischen Problemen abgestimmt.
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Veränderungen
im Lernen
führen auch immer zu Veränderungen in der Lernhaltung
und zu Veränderung der Selbsteinschätzung.
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Wenn
Jugendliche und Erwachsene an
unserem Angebot teilnehmen wollen, haben sie ihren Weg als Menschen mit
Schriftsprachproblemen längst entwickelt und begangen. Wir
haben es mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten zu tun,
bei denen immer auch – neben den gesellschaftlichen
Bedingungen – ganz persönliche Motive,
Lebensträume, Enttäuschungen und Entwicklungen
zugrunde liegen, die letztlich dazu führten, dass sie die
Schriftsprache nicht ausreichend erlernt haben.
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Damit
in der praktischen Arbeit
für jeden konkrete Hilfe angeboten werden kann, muss jeder
Einzelne in seiner Gewordenheit und Einzigartigkeit gesehen werden ohne
die Gemeinsamkeiten mit den anderen aus den Augen zu verlieren.
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Der
Teilnehmer hat grundsätzlich
zwei Ansprechpartnerinnen, die Beraterin und die Kursleiterin.
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Zwei
Ansprechpartnerinnen zu haben
verhindert auf der Teilnehmerebene von den Einschätzungen und
Bewertungen einer Person abhängig zu sein. Es trägt
wesentlich zu einer Reduktion des Angstpegels bei. Auf der
Betreuungsebene wird es der Subjektivität der Betreuerinnen
gerecht, da mit Selbstverständlichkeit die
Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene
einbezogen werden.
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Team
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Beraterinnen
und Kursleiterinnen werden
dazu qualifiziert, Übertragungsleistungen von Teilnehmern in
Beratungen und Kursen zu erkennen und lernen, unter Zuhilfenahme der
Intervision die eigenen Gegenübertragungen
wahrzunehmen und entsprechend sinnvoll mit diesen Phänomenen
zu arbeiten. Die Intervision findet wöchentlich im Team statt.
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Damit
die Effektivität unserer
Arbeit gewährleistet werden kann, führen wir im
regelmäßigen Turnus Evaluationen durch die zum Ziel
haben, die Veränderungen in den unterschiedlichen
Lernbereichen des Teilnehmers zu überprüfen. Ebenso
geben Teilnehmer regelmäßig eine Beurteilung unseres
Angebots ab.
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