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Ausblicke - Einblicke
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Hintergründe und die Methoden der
Alphabetisierung
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Es gibt nicht nur eine Methode in der
Alphabetisierung. Die Beschränkung auf eine Methode der
Schriftsprachaneignung (dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend entweder
die Analyse/Synthesemethode oder beispielsweise die Ganzwortmethode) in
den Grundschulen hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass sich
Lese-/Schreibprobleme manifestieren konnten. Es mussten hierbei die
individuelle Lernbereitschaft, das Lerntempo und die
Möglichkeiten der Aneignung des einzelnen Schülers
unberücksichtigt bleiben.
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In
den Anfängen der Alphabetisierung in Europa, so auch in den
ersten Jahren des AOB, wurde dieser Fehler wiederholt. Bevorzugte
Methode war damals die Morphemsegmentierung. Diese
wurde in der Beliebtheit abgelöst vom Spracherfahrungsansatz.
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Mittlerweile
ist man auch in der Alphabetisierung zur Einsicht gelangt, dass die
jeweils anzuwendende Methode
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dem
Aneignungsstand des Lernenden entsprechen und
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von
ihm anwendbar und im Alltag umsetzbar sein muss.
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Arbeit in einer kleinen Gruppe
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Es müssen vielfältige Methoden
zur Verfügung gestellt werden, die den jeweiligen aktuellen
Stand des Teilnehmers im Lernprozess berücksichtigen. Im
Rahmen der eigenen Lerngeschichte könnte jeder Teilnehmer
über eine Vielzahl von unterschiedlichen Methoden
verfügen.
Die Umsetzung in den Alltag beinhaltet eine
Haltungsänderung beim Lernenden. Wenn beispielsweise ein
Schriftsprachanfänger auf dem Weg vom Kurs nach Hause
versucht, das gelernte A in seiner Umwelt zu entdecken, wäre
ein erster Ansatz zur Haltungsänderung geglückt. Die
Änderung der Haltung bedeutet eine Änderung hin zum
aktiven Umgehen und ein Verabschieden vom Passiven. Es bedeutet auch,
Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu
übernehmen.
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Für
diesen Unterstützungsprozess stehen bei uns Beraterin und
Kursleiterin zur Verfügung. Überzeugend an unserem
Ansatz sind für uns die Möglichkeiten, die er
für den Lernenden beinhaltet und die in einer Begleitung
liegen, die ihm auf breiter Ebene ein Erkennen seiner
Entwicklungsmöglichkeiten und der dazu gehörenden
Unterstützung bieten.
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Voraussetzung
dafür ist eine intensive Zusammenarbeit der Kursleiterinnen
und Beraterin. So sind kritische Reflexion im Team und Intervision
(Fallbesprechungen, Hypothesenbildung, konkrete Zielplanung, Reflexion
der eigenen Lerngeschichte) für eine professionelle Arbeit
unentbehrlich.
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Wir
gehen nicht davon aus, dass dieser Ansatz das Alphabetiserungskonzept
schlechthin ist. Vielmehr ist eine größere
Differenzierung als bisher in der Alphabetisierungsarbeit notwendig, in
der der großen Unterschiedlichkeit von
Lese-/Schreibunkundigen Rechnung getragen wird.
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Glossar
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Morphemsegmentierung
Zerlegung
von Worten in kleinste, sinntragende Einheiten.
Beispiel: Kleid-er-ständ-er;
weitere Erläuterungen siehe Prof. S. Schubenz.
Spracherfahrungsansatz
Ausgehend von den
alltäglichen Spracherfahrungen von Teilnehmern werden
Wörter, Sätze etc. erarbeitet. Die Bremer VHS hat
viele Erfahrungen mit diesem Ansatz gemacht.
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Literaturhinweis
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Ute Jaehn-Niesert:
Schrift-Sprachlosigkeit
Berlin
1994, 144 Seiten,
ISBN 3-924876-20-7
können
Sie es zum Preis von 13,80 Euro bestellen.
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Ausführliche Information
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Weitere ausführliche Informationen
über den AOB, sein Konzept und seine Projekte finden Sie in
diesem Dokument, das Sie sich hier ansehen oder zu Ihrer
persönlichen Verwendung herunterladen können:
aob_information.pdf
(14 Druckseiten, ca. 96KB)
Dazu
brauchen Sie den Adobe acrobat-Reader, den Sie im Bedarfsfall
kostenfrei auf dieser Internet-Seite bekommen:
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